Knapp eine Woche ist das neue Gehäuse von Retroflag alt, heißt NESPi4 und ist für den Raspberry Pi 4 gedacht. Im Gegensatz zu seinen älteren Gehäuse-Brüdern (NESPi und NESPi+) ist das NESPi4 etwas größer und kommt mit einer Cardbridge. In dieser Cardbridge kann man eine 2.5 SSD Festplatte verbauen und seine ROMs von dieser abspielen. Auch das System kann darauf installiert werden, was die SD-Karte dann überflüssig macht. Ich persönlich habe das nicht getestet, da ich glaube das der Boot des Systems länger dauert als von SD-Karte (war zumindest bis jetzt immer so gewesen von USB-Boot).
Momentan habe ich, zum Testen, ein Raspberry Pi 4 4GB RAM und eine Kingston 960GB SSD verbaut. Zuvor hatte ich eine gebrauchte Samsung 850 Pro 256GB SSD eingebaut, die hatte leider ein kleines Hitzeproblem und verursache am Gehäuse selbst eine zusätzliche Wärmequelle, was den Gesamtwert der Temperaturanzeige auf 55-57°C brauchte. Jetzt mit der Kingston 960GB SDD liegt die Kerntemperatur bei 48-50°C im IDLE-Modus.

Der mitgelieferte Lüfter hat zusätzlich ein Kühlkörpergitter, welches direkt auf CPU und RAM liegt. Das sorgt für optimaler Abkühlung in dem fast komplett verschlossenen Gehäuse, welches unten drei kleine und oben ein großes Lüftungsschlitz hat.

Die Cardbridge hat einen SATA-Port für die SSD Festplatte und ist ganz leicht aus und in das Cardbridge-Gehäuse gebaut, da die SSD nur in eine Richtung in das Gehäuse passt. Der SATA-Port ist wiederum mit einem USB-Stecker an einen der USB 3.0 vom Raspberry verbunden.
Bei RetroPie muss man den extra Speicher manuell anpassen, da der USBROMSERVICE immernoch nicht funktioniert. Die anderen beiden Systeme, RecalBox und Batocera, haben da weniger Schwierigkeiten durch die “Speicher extern” Umstellung im Startmenü.
Auch der Safeshutdown Script von Retroflag kann problemlos unter RetroPie installiert werden, Batocera und RecalBox haben je einen seperaten Installscript.

Alles im Allen, ein geiles Gehäuse, muss man schon sagen, da haben Sie sich wirklich Mühe gegeben, von dem Kühlgitter-Lüfter an bis zum Cardbridge SSD Slot, sehr gut durchdacht, gefällt mir sehr – bin echt gespannt was als nächstes kommt (SNES Case zeckt mich tierisch an, hoffe da kommt was).

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7 Thoughts on “RetroFlag NESPI4 Gehäuse mit Cardbridge

  1. Daniel on 13. Dezember 2020 at 19:32 said:

    Also ich bekomm das SafeShutdown-Script nicht zum laufen… war einer der Hauptgründe für dieses Case. Wenn du irgendwelche Tipps dazu hast wär super… ich überlege schon ob es am installationszeitpunkt liegt… lieber so früh wie möglich installieren? oder erst wenn das System uptodate is? Aber dennoch…is wirklich ein schönes Case und sauber verarbeitet.

    • Haste den Schalter auch auf ON gestellt bevor du das Case zugemacht hast oder hast du einfach einen falschen installations-script genommen?

      Example for RetroPie:

      Make sure internet connected.
      Make sure keyboard connected.
      Press F4 enter terminal.
      In the terminal, type the one-line command below(Case sensitive):

      wget -O – “https://raw.githubusercontent.com/RetroFlag/retroflag-picase/master/install.sh” | sudo bash

      Du kannst das auch per PuTTY machen, geht genauso schick 😉
      Der Zeitpunkt zum installieren des Shutdown-Scriptes ist völlig egal, in der Regel ändert der nichts an einem Update und ein Update ändert nichts an ihm, er wird auch meistens nach dem erst-start des geflashten image gemacht, weil man dann ruhe hat.

    • Hans on 21. März 2021 at 11:52 said:

      Ich habe mich auch mit dem Shut-Down-Script gequält. Funktionierte überhaupt nicht (Recalbox, Batocera, Retropie). Es war auch merkwürdig, da komischerweise auch Shutdown sowie Reboot von der Software (EmulationStation) aus angewählt nicht richtig funktionierten.
      Bis ich dann den USB-Stecker vom Cartridge-Slot (SATA-Adapter) abgezogen hatte. Plötzlich funktionierte alles perfekt.
      Man kann bei dem USB-SATA-Adapter ein Firmwareupdate machen. Findet man bei RetroFlag unter dem Punkt “Boot from SSD”. Mit der älteren Firmware funktioniert der Safe-Shutdown endlich. Ich weiß aber nicht wie es sich auf die Funktion der SSD auswirkt, da man wohl die neuere Firmware benutzen soll (war bei mir schon drauf) um von SSD zu booten.

      • Bei RecalBox und Batocera muss man den Script nicht installieren, lediglich in der .conf aktivieren.
        Wenn das ebenfalls nicht funktioniert, nochmal aufschrauben und schauen ob der Shutdown Schalter auf ON steht,
        das ist auch ein häufiger Fehler von Anwednern.

      • Auch bei meinen Adapterkabeln habe ich keine Probleme, scheint wohl ehr an den Adpatern mit eigener Stromversorgung zu liegen

  2. Christian Gadsinski on 2. Dezember 2020 at 12:09 said:

    Wie immer sehr hilfreich. Ich habe gerade das Nespi4 Gehäuse ohne Cardbridge verbaut. Reicht mir erstmal…trotzdem schön anzusehen….;.)

  3. Ein toller Bericht und ein wirklich schönes Case! Da juckt es mich in den Fingern 😉 Ich habe schon das GPi-Case von Retroflag und bin auch sehr begeistert. Erstaunlich, was der Pi Zero für den Preis leistet.

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